Untersuchungsbüro nach Hintergründen von Erklärungen über rituellen Missbrauch
 
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Ehrenamtliche Mitarbeiter



Anton Marinkelle

Anton Marinkelle war viele Jahre als klinischer Psychologe und Verhaltenspsychotherapeut verbunden am psychiatrischen Krankenhaus in Assen, früher dem psychiatrischen Zentrum "Licht en Kracht". Die letzten 5 Jahre seines Arbeitsverhältnisses war er Haupt einer Abteilung, wo viele ernsthaft sexuell traumatisierte Menschen aufgenommen waren. In dieser Zeit lernte er zum ersten Mal dissoziative Identitätsstörungen und Dissoziationssymptome im allgemeien kennen, worin neue Einsichten in diesen Jahren (den späten achtziger und frühen neunziger Jahren) allmählich an Boden gewannen. In derselben Zeit wurde er auch zum ersten Mal mit Patienten konfrontiert, die eventuell Opfer von sadistischer ritueller Gewalt waren.

Inzwischen ist er in den Ruhestand versetzt worden, aber die völlig neuen und sehr oft eindringlichen Berufserfahrungen, gerade gegen Ende seiner Karriere als Sachbearbeiter und die Polemik, die im Zusammenhang mit Amnesie für Trauma, DIS und SRA entstand, haben dazu geführt, dass er sich noch immer stark an dieser Problematik beteiligt fühlt. Gerade jetzt, wo er nicht mehr belastet ist mit der täglichen Patientenfürsorge, findet er, dass er sich in einer günstigen Lage befindet um von diesem Engagement und seiner Erfahrung aus, sich nun auf einer strukturelleren Ebene mit der SRA-Problematik zu beschäftigen, auf eine Weise von der er hofft, dass sie langfristig zur Verdeutlichung und einer gewissen Anwendbarkeit dieser Problematik führen kann.

Er kann sich sehr gut vorstellen, dass Kollegen, die noch vollbeschäftigt in der täglichen Praxis arbeiten, letzteres unmöglich weder emotionell noch qua Zeitinvestierung (in der Tat "als Freizeitbeschäftigung") aufbringen können. Auch ist ihm klar, dass akademische Stationen und wissenschaftliche Forscher sich vorerst nicht erlauben können sich auf eine nicht voreingenommene Weise zu beschäftigen mit dieser in den Augen vieler Menschen obskurantistischen Problematik, höchstens als soziologisch oder kulturgeschichtlich interessante Fiktion.

Ebenso wie die anderen Gründer ist er davon überzeugt, dass es darum vorläufig von privaten Initiativen abhängig ist.

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Anne de vries

Anne de Vries kam (nachdem er zwei anderen Baptistgemeinden gedient hatte) in seiner dritten Gemeinde (in Emmen) in Kontakt mit einer Anzahl Inzestüberlebender. Sein pastorales Interesse war aufgeweckt und dank einem wachsenden Netzwerk von Kontakten unter anderen in der Frauenfürsorge wurde er miteinbezogen in die zwischenkirchliche Arbeitsgruppe (später Stiftung) "Godsdienst en incest" (Religion und Inzest) in Groningen und Drenthe. Er gehörte 9 Jahre zum Vorstand als Unterrichtsangestellter und Sekretär. Während seiner Arbeit in Hengelo als Baptistpfarrer arbeitete er einige Zeit mit in der "Interkerkelijke Werkgroep tegen Sexueel Geweld" (Zwischenkirchlichen Arbeitsgruppe gegen sexuelle Gewalt) in Twente. In der pastoralen Praxis der verschiedenen lokalen Gemeinden wuchs die Anzahl Menschen, die wegen dieser Problematik ihn um Hilfe bat. Je nachdem mehr überlebende ihm ihre Geschichte erzählten, wurde ihm auch klar, dass in einer Anzahl Fälle von einer sexuellen rituellen Gewalt gegen Kinder und Erwachsene die Rede war.

Aus entstandenen Kontakten bildete sich die Arbeitsgruppe (später Stiftung) Alternatief Beraad, die sich als Ziel setzte eine Untersuchung anzustellen über Erfahrungen von Sozialarbeitern, die mit Opfern von SRA in Kontakt kamen oder Kontakte gehabt hatten.

Sein Engagement mit dieser Materie entstammt namentlich seinem bestimmten Wunsch Menschen zu helfen, die direkt oder in zweiter Instanz hierunter leiden und gelitten haben und um binnen der Sozialarbeit an einer weiteren Expertise auf dem Gebiet von Unterstützung der Opfer mitzuarbeiten. Sein theologischer Hintergrund (taufgesinnt-evangelisch) versieht ihn dabei mit der notwendigen Motivation.

http://www.annedevries.nl

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